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20.04.2018

FSME: 5 Antworten auf die wichtigsten Fragen

Es ist wieder Zeckenzeit. Die kleinen Blutsauger treiben sich unbemerkt in Wiesen, Feldern und auf Bäumen herum und warten darauf, dass wir vorbeischauen. FSME ist eine Krankheit, mit der nicht zu spaßen ist. Wir klären auf.

1. Was ist FSME genau?

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Sie ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Hervorgerufen wird sie durch Viren. In den Risikogebieten hier in Deutschland, vermehrt sich das Virus in Säugetieren wie Mäusen, da diese oft unter Zeckenbefall leiden. Infizierte Zecken können FSME dann auf den Menschen übertragen.

2. Was sind Symptome?

In den meisten Fällen bricht die Krankheit ungefähr ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich aus. Viele Infizierte haben gar keine Symptome, oder durchlaufen nur den ersten Teil der beiden Krankheitsphasen. In diesem Teil zeigen sich Symptome, wie bei einer Grippe, inklusive Fieber und Gliederschmerzen bis hin zu Erbrechen. In den nächsten Wochen hält sich das Fieber meist. Bei einem kleineren Teil kann es aber bis in die zweite Phase führen. In dieser Phase kann es zu Ausfällen des Nervensystems und Lähmungen kommen. In wenigen Fällen fallen die Patienten sogar in ein Koma. Gibt es weitere Komplikationen, kann das Rückenmark betroffen werden. Einer aus Hundert Erkrankten mit diesen Komplikationen stirbt an den Folgen von FSME.

3. Wie kann ich vorbeugen?

Prinzipiell gibt es bisher nur zwei Wege, sich gegen eine Infektion zu schützen. Die beste Lösung ist immer, die Zecke rechtzeitig zu entdecken und vollständig zu entfernen. Dabei sollten alle Reste unbedingt aus dem Körper gezogen werden. Dafür sollte man die Pinzette oder das spezielle Werkzeug um Zecken zu entfernen, besonders nah am Körper ansetzen, um den Kopf gleich im ersten Zug zu entfernen. Die zweite Möglichkeit um sicher zu gehen, ist eine Impfung. Diese wird vor allem Menschen empfohlen, die in einem Risikogebiet leben und sich oft in der Natur aufhalten. Die Impfung muss zunächst dreimal geschehen, um sie aufzubauen. Dann sollte sie alle drei Jahre aufgefrischt werden, wenn das Risiko weiterbesteht. Weitere Auffrischungen sind dann alle fünf Jahre erforderlich.

4. Ist die Krankheit auch unter Menschen ansteckend?

FSME kann nicht unter Menschen übertragen werden. Man ist also zu keinem Zeitpunkt der Erkrankung ansteckend. Nach einer überstandenen Infektion sind Betroffene in der Regel immun. Wer weiterhin dem Risiko ausgesetzt ist, sollte den Schutz dennoch nach 3 bis 5 Jahren durch eine Impfung auffrischen.

5. Was muss man beachten, wenn man erkrankt ist?

Ist man erkrankt, dann sollte man unbedingt Bettruhe halten. Sobald man in die zweite Phase rutscht, sollte man im Krankenhaus behandelt werden. Leider gibt es keine spezielle Behandlung gegen FSME-Viren, deshalb werden zunächst die Beschwerden behandelt.

Fazit

Am besten ist es, wenn man sich ausreichend vor Zecken schützt. Am besten tragen Sie dafür lange Hosen und langärmlige Oberteile, wenn Sie sich beispielsweise im Wald aufhalten. Auf hellen Farben sieht man die kleinen Störenfriede besser. Zuhause heißt es dann absuchen. Lassen Sie sich dabei gerne helfen. In unserer Apotheke finden Sie außerdem Hilfsgeräte, um sich von Zecken zu befreien. Schauen Sie gerne mal vorbei.

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