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AIDS: 5 Antworten auf die wichtigsten Fragen

Am 1. Dezember findet jährlich der Welt-AIDS-Tag statt. Warum? Weil weltweit immer noch rund 36,7 Millionen Menschen mit HIV leben und jährlich Millionen weitere hinzukommen. Es wird noch lange Zeit dauern, bis wirklich jeder Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten und vor allem Bildung haben wird. Deshalb beantworten wir heute die fünf wichtigsten Fragen rund um AIDS.

Was ist der Unterschied zwischen HIV und AIDS?

HIV steht für „human immunodeficiency virus“, was so viel heißt wie menschliches Immunschwäche-Virus. AIDS und HIV werden oftmals als Synonyme verwendet. Dabei entsteht AIDS erst durch eine fortgeschrittene Infektion mit dem HI-Virus. AIDS bedeutet übersetzt erworbenes Immunschwächesyndrom.

Wie steckt man sich an?

Das HI-Virus überträgt sich, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten mit Wunden oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Am häufigsten wird HIV deshalb beim ungeschützten Geschlechtsverkehr weitergegeben. Sehr häufig ist auch die Infektion durch Spritzen beim Drogenkonsum. In Speichel, Tränen und Urin sind nur wenige HI-Viren enthalten, weshalb eine Übertragung über diese Körperflüssigkeiten nicht möglich ist. Außerdem ist das Virus außerhalb des Körpers nicht lange überlebensfähig.

Wie schützt man sich?

Insgesamt sollte beim Geschlechtsverkehr, aber auch beim Oralverkehr, immer ein Kondom genutzt werden. Safer Sex ist hier das Stichwort, um Ansteckungsgefahr und Verbreitung von HIV zu verringern. Wer mit HIV infiziert ist und sich bereits seit mindestens einem halben Jahr einer gut funktionierenden HIV-Therapie unterzieht, hat so gut wie keine HIV-Viren mehr im Körper, wodurch auch keine Viren mehr übertragen werden können. Partner von Menschen, die mit HIV infiziert sind, können außerdem eine sogenannte PrEP, also Prä-Expositions-Prophylaxe nehmen, die vor einer Ansteckung schützt.

Wie wird behandelt?

Vor einigen Jahren war es für Mediziner noch unmöglich HIV und AIDS zu behandeln, wodurch die Krankheit tödlich enden konnte. Heute gibt es Medikamente, die die Vermehrung von HIV im Körper verhindern, wodurch das Virus den Körper kaum mehr schädigt. Eine wirkliche Heilung ist allerdings noch immer nicht möglich. Wer frühzeitig mit einer HIV-Therapie beginnt und die Medikamente dauerhaft und regelmäßig einnimmt, hat eine ganz normale Lebenserwartung. Bei einer Therapie werden immer verschiedene Medikamente gleichzeitig eingesetzt, die an verschiedenen Punkten ansetzen, um sicherzustellen, dass sich das HIV nicht weiter vermehren kann.

Stirbt AIDS langsam aus?

Dadurch, dass das HI-Virus immer besser eingedämmt und behandelt werden kann, kommt AIDS in Ländern mit guter medizinischer Versorgung immer seltener vor. Mit HIV infizierte Menschen sind früher viel häufiger durch die Schwächung des Immunsystems an bestimmten Formen von Lungenentzündung, Krebsarten oder Pilzbefällen erkrankt. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern ist AIDS allerdings noch lange nicht ausgestorben.

Fazit

Das HI-Virus ist zum Glück mittlerweile behandelbar. AIDS entwickelt sich seltener und ist nicht mehr gleichbedeutend mit dem sicheren Tod. Durch gute Medikation, vor allem aber durch Aufklärung, Safer Sex und auch durch kontrollierte Drogenräume konnte die Ansteckungsgefahr und Verbreitung verringert werden. Trotzdem sollte das Wissen über HIV weitergegeben und auch nachfolgende Generationen über die Krankheit aufgeklärt werden. In einigen Jahren könnte das Virus durch gute Forschung vielleicht sogar vollständig geheilt werden.

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