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5 Fastenarten und ihre Wirkung auf den Körper

An Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Einige Menschen nehmen diese Tradition sehr ernst, anderen ist sie vollkommen fremd. Die Fastenzeit bis Ostern kommt aus dem Christentum und soll eine Zeit der Buße sein. Dabei kann die Fastenzeit auch einfach eine Zeit des bewussten Verzichts für die Gesundheit sein. Arten gibt es einige. Welche ist die perfekte Variante für wen?

1. Heilfasten für das seelische Wohl

Eine für Menschen, die ihren Körper grundreinigen wollen, sehr beliebte Art des Fastens ist das Heilfasten. Beim Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger wird der Mensch als ganzheitliches System wahrgenommen. Es sollen nicht nur unnötige Stoffe ausgeschieden, sondern auch seelischer Ballast abgeworfen werden. Hierbei stehen zunächst eine gründliche Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz und gelegentliche Einläufe an. Dann soll bis zu sieben Tage lang keine feste Nahrung zu sich genommen werden. Mittags sind Gemüsebrühen oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte erlaubt, die den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen versorgen. Ansonsten sind nur Wasser und Tee vorgesehen.

Tatsächlich lassen sich so medizinische Effekte bei Rheuma oder Bluthochdruck messen. Allerdings ist Heilfasten relativ schwierig in den Alltag zu integrieren. Richtiges Heilfasten passiert unter ärztlicher Aufsicht. Wer es selbst in die Hand nimmt, sollte nur wenige Tage in Anspruch nehmen und sich am besten Urlaub nehmen.

2. Suppenfasten für die Fettverbrennung

Beim Suppenfasten sind dreimal am Tag ein bis zwei Teller warme Suppe vorgesehen. Zum Frühstück gibt es eine Haferflockensuppe, da Haferflocken viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Sie regen die Fettverbrennung und die Darmtätigkeiten an. Und natürlich machen sie dazu auch noch satt. Mittags und abends steht eine Gemüsesuppe auf dem Plan. Wegen des hohen Ballaststoffgehalts sollte sie am besten aus Kohl oder Brokkoli gekocht werden.

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Suppe gut auf Vorrat zubereiten lässt. Außerdem kann man sie überall hin mitnehmen. Allerdings helfen die Suppen nicht beim Aufbau von Muskelmasse, da kein wichtiges Eiweiß aufgenommen wird. Deshalb sollte man sich während der Kur besonders viel bewegen.

3. Mit Obst und Gemüse fasten

Bei dieser Art des Fastens verzichtet der Fastende auf sämtliche tierische Lebensmittel und ernährt sich quasi vegan. Außerdem sind Alkohol und Kaffee tabu. Stattdessen gibt es Wasser und Kräutertees. Das Obst und Gemüse kann frei nach Geschmack und Saison gewählt werden und in Smoothies oder Detox-Wasser verwandelt werden. Auch frische Kräuter wie Petersilie können das Essen aufwerten.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass das Obst und Gemüse den Körper mit Vitaminen und Ballaststoffen versorgt und somit der Stoffwechsel angeregt wird. Allerdings ist es hier ähnlich wie beim Suppenfasten: Der Muskelaufbau wird schwierig ohne Eiweiße.

4. Mit Milch und Semmeln

Diese Art des Fastens geht auf den Arzt Franz Xaver Mayr zurück. Täglich gibt es drei Semmel und bis zu einem halben Liter Milch. Vor dem Frühstück und vor dem Abendessen löst der Fastende Bittersalz in Wasser auf und trinkt dieses Gemisch. Damit wird der Darm entleert. Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen wird jeweils ein altes Brötchen in kleine Stücke geschnitten und jedes einzelne Teil so lange gekaut, bis es so gut wie flüssig ist. Mit einem Löffel frischer Milch wird es dann heruntergeschluckt. Die Milch versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Zusätzlich sollen drei Liter Wasser oder Kräutertee getrunken werden.

Mit dieser Variante gewöhnt man sich die hastige Essensweise ab und verliert Pfunde. Auf der anderen Seite können Menschen mit Laktoseintoleranz nicht auf diese Fastenart setzen. Und natürlich macht es nicht besonders glücklich, auf einem alten Brötchen herumzukauen.

5. Basenfasten gegen Übersäuerung

Beim Basenfasten ist das Ziel, einen optimalen Säure-Basen-Haushalt im Körper herzustellen. Während der Kur wird komplett auf saure Lebensmittel verzichtet. Hierbei muss man sich vorher genauestens darüber informieren, welche Lebensmittel sauer und welche basisch sind. Zu viele saure Lebensmittel können zu Müdigkeit, Verdauungsproblemen und Kopfweh führen.

Basenfasten wirkt also der Übersäuerung des Körpers entgegen und lässt sich den Fastenden wohler in seinem Körper fühlen. Allerdings ist es schwierig, vollständig auf saure Lebensmittel zu verzichten. Es steckt also ein gewisser Aufwand hinter dieser Fastenart.

Fazit

Insgesamt gibt es zwar für jeden Menschen die richtige Fastenart, nicht jeder sollte aber überhaupt fasten. So wird untergewichtigen Menschen, oder Personen, die in einer psychisch schlechten Verfassung sind, davon abgeraten. Auch bei Gicht und hohen Porin-Werten sollte nicht gefastet werden, ebenso bei Leber- und Nieren-Erkrankungen und bei Schwangeren. Besonders für Menschen, die abnehmen wollen, kann Fasten bei der Ernährungsumstellung helfen. Bevor man fastet sollte man aber unbedingt den Hausarzt aufsuchen, um Gesundheitsrisiken auszuschließen.

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