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Wissenswertes rund um Phytopharmaka

Immer mehr Menschen möchten zurück zur Natürlichkeit. Dieser Trend zum Ursprung, ähnlich wie vegane Ernährung, ist etwas, dem sich auch die Medizin wieder annähert. Phytopharmaka sind eine Möglichkeit, sich wieder mehr mit der Natur zu verbinden. Wir erklären, um was es geht.

Was sind Phytopharmaka?

Phytopharmaka sind Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs. Das lässt schon die Bedeutung des Worts vermuten. So steht die griechische Bezeichnung phytón für Pflanze und phármakon für Arzneimittel. Mit Pflanzen sind in diesem Fall häufig getrocknete Pflanzenteile wie Blätter, Rinden, Blüten und Wurzeln gemeint. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie gut verträglich und nebenwirkungsarm sind.

Unterschiede zu chemischen Arzneimitteln

Dabei gibt es natürlich einen großen Unterschied zu chemischen Arzneimitteln. Chemisch definierte Arzneimittel enthalten in der Regel nur einen oder wenige Wirkstoffe. Phytopharmaka sind hingegen Vielstoffgemische, die aus mehreren Hundert Substanzen bestehen können. Einige dieser Stoffe gelten als pharmakologisch inaktiv, also faktisch wirkungslos. Die eigentliche Wirksamkeit entsteht aus der komplexen Interaktion der Inhaltsstoffe. Dieser große Anteil an Wirkstoffen bringt einen großen Vorteil mit sich: Stoffe, die Nebenwirkungen verursachen, können einfach entfernt werden, um die Verträglichkeit zu steigern.

Anbau und Qualität

Phytopharmaka sind Naturprodukte, vergleichbar mit Kaffee, Kakao und Wein. Wie bei allem was in der Natur reift, hängt die Qualität der Produkte von verschiedenen Faktoren ab. Besonders im Anbau und bei den Ernte-, und Produktionsprozessen wird deshalb auf hochwertige Arbeit gesetzt um wirksame Pflanzenextrakte gewinnen zu können. Wird von pflanzlichen Heilmitteln gesprochen, dann werden diese im alltäglichen Sprachgebrauch häufig mit der Homöopathie gleichgesetzt. Doch auch Phytopharmaka wird dieser Titel zugesprochen. Dabei gibt es faktisch gravierende Unterschiede zwischen Phytopharmaka und Homöopathika.

Homöopathie vs. Phytopharmazie

In der Homöopathie werden nicht nur pflanzliche Stoffe verwendet, sondern auch mineralische und tierische, wie beispielsweise Ameisensäure oder verschiedene, tierische Sekrete. Homöopathika sind im Gegensatz zu Phytopharmaka nicht vegan. Außerdem enthalten Phytopharmaka aktive pharmazeutische Wirkstoffe. Phytotherapie beruht auf wissenschaftlicher Basis und wirkt somit nicht vollkommen entgegengesetzt zur modernen Arzneimitteltherapie.

Phytotheken in Apotheken

Die Nachfrage nach Phytopharmaka und Homöopathika wächst laut Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. stärker als der Markt der chemisch-synthetischen, rezeptfreien Arzneimittel. Übrigens: Bis zu 70 Prozent aller Arzneimittel sind von Naturprodukten hergeleitet. Es ist also kein Wunder, dass sich daraus ein eigener Bereich in Apotheken entwickelt hat. Phytotheken sind speziell gekennzeichnete Beratungsbereiche in Apotheken, bestückt mit ausgewählten Phytopharmaka und speziell ausgebildetem Apothekenpersonal. Aktuell gibt es deutschlandweit rund 900 mit Phytotheken ausgestatteten Apotheken.

Wir sind eine davon

Auch die Engel Apotheke zählt zu diesem Kreis. An einem geräumigen Phytothek-Beratungspunkt innerhalb der Apotheke befinden sich mehrere große Regale voller pflanzlicher Arzneimittel. Wir bieten euch eine ausgewählte Menge an Phytopharmaka gegen Magen- und Darm Beschwerden, Erkältungen, Gelenkschmerzen und weitere Symptome.

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