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19.08.2019

Was hilft gegen den Sonnenstich?

Der Sommer ist die Jahreszeit, in der wir uns am liebsten und am längsten im Freien aufhalten. Das fördert das Risiko, sich einen Sonnenstich zu holen. Doch woher kommt der Sonnenstich eigentlich genau und was kann man dagegen tun? Wir klären auf.

Was ist ein Sonnenstich?

Ein Sonnenstich, medizinisch auch „Insolation“ genannt, gehört wie der Hitzschlag und die Hitzeerschöpfung zu den Hitzeschäden. Dieser Schaden entsteht, wenn Sonnenstrahlen die Hirnhäute reizen. Verantwortlich sind die langwelligen Wärmestrahlen des Sonnenlichts. In Extremfällen kann auch das Gehirn selbst betroffen sein. Infolge der Überwärmung des Kopfes bildet sich ein Hirnödem, worunter man eine Flüssigkeitsansammlung im Hirngewebe versteht. Das Gehirn schwillt an und drückt gegen die Schädelwand. Dieser Fall ist sehr gefährlich, da die Nervenzellen des Gehirns empfindlich sind und durch Druck leicht geschädigt werden. Ein Sonnenstich kann über mehrere Tage andauern.

Ursachen

Die klare Ursache eines Sonnenstichs ist eine zu lange Wärmeeinstrahlung auf Kopf und Nacken. Häufig betroffen sind Menschen, die sich entweder durch die Arbeit oder wegen Freizeitaktivitäten häufig und für einen langen Zeitraum im Freien aufhalten. Auch Menschen, die keine schützenden Haare auf dem Kopf tragen, sind gefährdet. Somit sollten besonders Glatzenträger, Babys und Kleinkinder auf ausreichenden Schutz achten. Bei Kindern kommt außerdem hinzu, dass der Schädelknochen dünner ist als bei Erwachsenen und die Fontanellen noch nicht geschlossen sind. Wer sich außerdem im Sommer gerne auf dem Wasser oder in der Nähe von Wasser aufhält, könnte durch den Wind in die Irre geführt werden. Das Hitzegefühl wird geringer und die Anzeichen eines Sonnenstichs weniger merklich.

Symptome eines Sonnenstichs

Die Symptome eines Sonnenstichs sind laut DRK ein hochroter Kopf, Schwindel und Kopfschmerzen, ein steifer Nacken, Übelkeit und Erbrechen bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Unterschied zum Hitzschlag

Bei einem Hitzschlag sind alle Bereiche des Körpers heiß, gerötet und trocken. Es kommt zu einem Anstieg der Körpertemperatur auf bis zu 40 Grad. Dies ist bei einem Sonnenstich normalerweise nicht der Fall.

Erste Hilfe und Maßnahmen

Sehen Sie jemanden, der diese Symtome aufweist, sollten Sie folgende erste Hilfe Maßnahmen einleiten:

  • Erhöhte Lagerung des Kopfes im Schatten
  • Kopf und Nacken kühlen
  • Den Betroffenen beruhigen
  • Flüssigkeitszufuhr gewährleisten
  • Rettungsdienst rufen, wenn sich der Zustand nicht schnell bessert
  • Atmung immer wieder prüfen
  • Bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung einleiten

Treten die Symptome erst später bei Ihnen selbst auf, sollten Sie die ersten Schritte ebenfalls ausführen und schließlich einen Arzt aufsuchen.

Fazit

Mit einem Sonnenstich ist nicht zu spaßen. Deshalb sollten Sie sich ausreichend schützen, die Mittagssonne wenn möglich meiden und einen Schattenplatz aufsuchen, sobald Sie eine Veränderung an Ihrem Körper wahrnehmen.

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