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14.02.2017

Wie die Liebe unsere Gesundheit beeinflusst

Wer kennt sie nicht: die frischverliebten Turteltauben im Park, wie sie scheinbar kein Leid der Welt kennen, glücklich sind und von bester Gesundheit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wir Menschen auf die Liebe reagieren. Sie setzt uns eine rosarote Brille auf und manchmal, wenn nicht sogar oft, lässt sie uns sogar erblinden. Doch die größte Macht der Liebe ist, dass sie uns tatsächlich gesund machen kann. Und das nicht nur dem Anschein nach, sondern ärztlich und durch Studien bewiesen.

Cholesterinwert- und Blutdrucksenker Liebe

So hat eine Studie der Wiener Uniklinik beispielsweise bewiesen, dass ein leidenschaftlicher Kuss den Blutdruck und LDL-Cholesterinwerte senken kann. Ebenso verhält es sich mit Händchenhalten: Schon zehn Minuten des Körperkontakts verringern hohen Blutdruck und Pulsanstieg und stärken so das Herzkreislaufsystem. Denn durch Körperkontakt schütten wir nachweislich das Bindungshormon Oxytocin aus, welches beruhigend und Stress reduzierend wirkt.

Liebeskummer kann Herzen tatsächlich brechen

Andersherum wirkt Liebeskummer äußerst schlecht auf die Gesundheit. Das sogenannte „Broken-Heart-Syndrom“ kann sogar zum Tod führen, denn durch konfliktreiche Partnerschaften wird das Herzinfarktrisiko höher. Außerdem leiden viele Menschen an Migräne, Depressionen, erhöhter Infektanfälligkeit und Gewichtsverlust, während sie versuchen, über eine Beziehung hinweg zu kommen.

Elternliebe könnte vor Krankheit schützen

Es ist eine gewagte Aussage und dennoch hat eine Langzeitstudie in Baltimore ergeben, dass alle befragten Krebspatienten in ihrer Jugend fehlende Nähe zu den Eltern aufwiesen. Außerdem leiden geliebte Kinder seltener unter Depressionen und sind weniger suchtgefährdet, so Psychologen. Ebenso verhält es sich mit Selbstbewusstsein. Das Urvertrauen, das durch die Liebe der Eltern hergestellt wird, führt dazu, dass die Kinder später einen hohen Emotionalen Quotienten haben und somit besser lieben können.

Das Frischverliebtsein könnten wir nicht mehrere Monate lang aushalten

Unglaublich aber wahr: Unser Körper könnte das Gefühl der ersten Verliebtheitsphase nicht über Monate lang aushalten. Nicht umsonst werden frisch Verliebte häufig als unzurechnungsfähig eingestuft. Die Schuldigen dafür sind natürlich – wie immer – die Hormone. Denn der Cocktail aus Adrenalin, Endorphinen und Cortisol lässt uns permanent glücklich sein. Der Spiegel des Botenstoffs Serotonin ist bei Verliebten dann zusätzlich auf dem gleichen Niveau wie bei psychisch Kranken oder Zwangsgestörten. Dieses Level der Verliebtheit pendelt sich nach kurzer Zeit wieder ein. Wäre dies nicht der Fall, würden wir auf Dauer unter einer psychischen Krankheit leiden.

Und trotzdem: Liebe macht intelligent

Das bestätigte eine US-Studie in den 1930er Jahren. Eine Gruppe von Waisenkindern wurde in ein Heim für geistig behinderte Mädchen gebracht. Die Mädchen erwiesen sich als liebevolle Ersatzmütter. Nach zwei Jahren war der IQ der Waisenkinder um 28 Punkte gestiegen. Der IQ der Kinder, die ohne feste Bezugsgruppe lebte, sank hingegen. 30 Jahre später war ein Teil dieser Kinder bereits gestorben, ein anderer Teil lebte in verschiedenen Anstalten. Anders die Pflegekinder im Heim für geistig behinderte Mädchen: Sie hatten alle einen Schulabschluss und standen auf eigenen Füßen.

Liebe nährt uns und lässt uns wachsen

Die Liebe ist somit unser Dünger. Sie lässt uns psychisch, emotional und mental ins Positive wachsen. Wer in glücklichen Beziehungen – ob Liebesbeziehungen oder Beziehungen zu Verwandten und Freunden – lebt, bleibt langfristig glücklich und gesund. Ein wunderbarer Effekt eines schönen Gefühls. Wir sollten also so viele Menschen in unser Herz aufnehmen, wie es nur geht. Für die Gesundheit!

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